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Maria
Montessori (1870-1952)
Die
Montessori-Pädagogik wurde von Maria Montessori (1870-1952)
entwickelt, die als eine der ersten Frauen in Italien
Medizin studierte. Im Studium beschäftigte sie sich
besonders mit Embryologie und Evolutionstheorie. Bereits
in ihren letzten beiden Studienjahren arbeitete Montessori
als Assistentin an einer psychiatrischen Klinik in Rom.
Sie spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und setzte
diese Tätigkeit als Assistenzärztin in der Abteilung
für Kinderpsychiatrie der römischen Universitätskinderklinik
fort. Ihr besonderes Interesse galt den dort nur notdürftig
versorgten geistig behinderten Kindern. Sie erwarb 1896
den Doktorgrad.
Am 6. Januar 1907 eröffnete sie eine Tagesstätte
für Kinder aus sozial schwachen Familien. Ein Schlüsselerlebnis
aus dieser Zeit war ihre Beobachtung eines dreijährigen
Mädchens, das völlig selbstversunken in seine
Beschäftigung mit Einsatzzylinderblöcken, sich
auch durch massivste Ablenkungen nicht stören ließ.
Der Ausdruck konzentrierter Aufmerksamkeit, den Montessori
an diesem Kind beobachten konnte, bezeichnete sie später
als "Polarisation der Aufmerksamkeit", deren
experimenteller Erforschung sie einen Großteil ihrer
weiteren Arbeit widmete.
Von 1900 bis 1908 war sie Professorin in Rom. Ihr Menschenbild
wurde von der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts
geprägt. Beeinflusst von Medizinern wie Itard und
Seguin, dem Philosophen Rousseau und den Pädagogen
Fröbel und Pestalozzi aus dem 18. und 19. Jahrhundert,
entwickelte sie eine eigenständige Pädagogik,
in der zum ersten Mal die Person des Kindes im Mittelpunkt
stand! In den Jahren 1949 - 1951 wurde sie dreimal für
den Friedensnobelpreis nominiert.
Literatur zu diesem Thema:
- Maria Montessori, Leben und Werk,
ISBN-10: 3406447740 Ingeborg Waldschmidt
- Kinder sind anders - Maria Montessori - ISBN-10: 342336047X
- Grundlagen meiner Pädagogik - Maria Montessori
- ISBN-10: 3494014078
- Montessori heute - Hans-Dietrich Raapke - ISBN-10: 3499605376
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